ECVET in Österreich

Umsetzung von ECVET in Österreich
Die Umsetzung von ECVET in den Mitgliedstaaten erfolgt auf freiwilliger Basis im Einklang mit den nationalen Rechtsvorschriften und Gepflogenheiten.

Die Umsetzung von ECVET in Österreich basiert, ausgehend von der Empfehlung des Europäischen Rates und des Parlaments, auf einer nationalen Gesamtstrategie. Diese wird von der Sektion II des BMB koordiniert. Arbeitsgruppen erarbeiten derzeit entsprechende Teilstrategien, die die Kompetenzverteilung in der österreichischen Berufsbildungslandschaft und die Ziele der einzelnen Bildungsbereiche berücksichtigen.

In erster Linie geht es darum, qualitativ hochwertige Berufsbildung bereitzustellen und nach Abschluss einer Qualifikation weiterführende Möglichkeiten zu eröffnen.

Ziele der Umsetzung von ECVET in Österreich
Im Detail verfolgt die Umsetzung von ECVET in Österreich folgende Ziele:

  • Weiterentwicklung der Lernergebnisorientierung (in Anlehnung an z.B. kompetenzorientierte Lehrpläne, Bildungsstandards der Berufsbildung, Kompetenzmodelle der Ausbildungen für Gesundheitsberufe etc.) und damit verbunden die Unterstützung des Paradigmenwechsels von der Input- zur Output-Steuerung
  • Effizientere Durchführung von Mobilitäten zu Lernzwecken im In- und Ausland und Qualitätssteigerung von Mobilitätsphasen und Praktika in der Berufsbildung
  • Erhöhte Durchlässigkeit innerhalb des nationalen Bildungssystems an den wesentlichen Schnittstellen der österreichischen Qualifikationslandschaft durch verbesserte gegenseitige Anerkennung bereits erbrachter Lernleistungen
  • Verbesserte Anerkennung von formal, nicht-formal und informell erworbenen Lernergebnissen im Sinne einer „Lernzeitenoptimierung“
  • Erhöhte Beschäftigungsfähigkeit auf dem österreichischen und europäischen Arbeitsmarkt durch verbesserte Dokumentation erworbener Kompetenzen.

Anwendungsbereiche von ECVET in Österreich
ECVET soll in Österreich in folgenden Bereichen Unterstützung bieten: Bei der

  • Planung und Durchführung regionaler/geografischer Mobilität zu Lernzwecken (z.B. Auslandspraktika, Mobilitätsphasen, etc.); sowie der
  • Förderung der Durchlässigkeit innerhalb des nationalen Systems (z.B. an den Schnittstellen zwischen verschiedenen Formen beruflicher Bildung, betrieblicher Ausbildung, Hochschulbereich und Erwachsenenbildung sowie ) im Sinne des lebensbegleitenden Lernens.